Mustertext

 

Neuanfang

Inhalt:

 

  • Siedlungsschwerpunkte der Laubendorfer nach ihrer Vertreibung
  • Laubendorfer Gedenkstein auf dem Kirchenhügel in Schwarzenbruck
  • Laubendorfer  und Schönbrunner Straße in Schwarzenbruck
  • 20 Busfahrten in unsere Heimat, den Schönhengstgau, von 1982 bis 2001
  • Rückblick und Ausblick - Aus dem Brief eines Landsmannes

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Siedlungsschwerpunkte der Laubendorfer nach ihrer Vertreibung:

 

Zeitz und Umgebung (Sachsen-Anhalt und Thüringen)

Salzwedel und Umgebung (Sachsen-Anhalt)

Schwarzenbruck / Altdorf / Feucht / Stein (Mfr.) / Nürnberg (Bayern)

Gebiet um Kemnath und um Brand im Fichtelgebirge (Bayern)

Großraum Göppingen / Deggingen / Geislingen (Baden-Württemberg)

Gebiet um Aschaffenburg (Bayern) und Offenbach / Main (Hessen)

Einzelne Landsleute fanden Zuflucht in Österreich, USA und Kanada. 

 

Mehrere Familien wurden von den Tschechen in der Heimat zurückgehalten. 

 

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Laubendorfer Gedenkstein
mit Gedenktafel auf dem
Kirchenhügel in Schwarzenbruck

Die feierliche Weihe fand am
15. September 1991
anläßlich des
18. Laubendorfer
Heimattreffens statt.

Die kirchliche Weihe nahm
Dekan Blasius Meixner vor.
Seitens der politischen Gemeinde Schwarzenbruck sprach
Bürgermeister Albrecht Frister.

 

 

 

 

 

 

 

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Laubendorfer  und Schönbrunner Straße in Schwarzenbruck

Bereits seit dem Jahr 1970 habe ich im gemeinsamen Arbeitskreis Laubendorf-Schönbrunn mehrmals angeregt, sich bei der Gemeindeverwaltung Schwarzenbruck für eine Straßenbenennung nach Orten in unserer Heimat einzusetzen. Eine mehrheitliche Meinung kam aber niemals zu Stande.

Beim 16. Laubendorfer Heimattreffen im Jahr 1987 kam ich mit dem Ersten Bürgermeister Albrecht Frister ins Gespräch. Ich erzählte ihm von meinen Bemühungen. Er war sofort davon begeistert. In seinem Grußwort erklärte er spontan, dass in Schwarzenbruck eine Straße nach Laubendorf und eine Straße nach Schönbrunn benannt werden wird. Einen entsprechenden Antrag hat er dann im Gemeinderat eingebracht.

In der Sitzung am 23. September 1988 beschloss der Gemeinderat, den bisherigen Rummelsberger Weg in „Laubendorfer Straße“ umzubenennen und die im Baugebiet Frauenholz neu anzulegende Straße als „Schönbrunner Straße“ zu benennen.

Beide Straßen liegen in der Nähe des Bahnhofs Ochenbruck (= Ortsteil von Schwarzenbruck) in einem neuen Gewerbegebiet.

Die Segnung durch die beiden Ortspfarrer, Dekan Blasius Meixner und Pfarrer Franz Winter, fand anlässlich des Schönbrunner Heimattreffens am 21. September 1991 in festlicher Form statt.

 

 

 

 

  

 

 

 

Feierliche Einweihung
der Laubendorfer und
Schönbrunner Straßen
am 21. September 1991
in Schwarzenbruck, Ortsteil Ochenbruck

                                                                            

 

 

Feierliche Einweihung der Laubendorfer und Schönbrunner Straßen
am 21. September 1991 in Schwarzenbruck, Ortsteil Ochenbruck

 



20 Busfahrten in unsere Heimat, den Schönhengstgau, von 1982 bis 2001,
organisiert und durchgeführt von Ursula und Reinhard Kastner, Schwarzenbruck.
Das Ehepaar Kastner hat mit den „Heimat“-Fahrten vielen Landsleuten, ihren Angehörigen und
auch Mitbürgern aus Schwarzenbruck unsere Heimat im Schönhengstgau näher gebracht.
 

Über die erste Busreise an den Pfingstfeiertagen 1982 hat die Zeitschrift „Der Bote für den Kreis Nürnberger Land“
in der Wochenend-Ausgabe vom 5./6. Juni 1982 einen ausführlichen Bericht veröffentlicht.

 

 

 

 

 

 

Reisegruppe von Laubendorfern im Mai 1993 am Rückreisetag vor dem Hotel  Palcát in Tabor. 

 

 

 

 

 

Reisegruppe mit Landsleuten aus Schönbrunn auf der Rückreise nach Bayern, ebenfalls in Tabor.

Diese Heimat-Fahrt vom 13. bis 16. September 1996 galt besonders der Teilnahme an der Weihe

der von heimatvertriebenen Schönbrunnern gestifteten Glocke für die Kapelle in Unterschönbrunn.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rückblick und Ausblick  -   Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

 

Aus dem Brief eines Landsmannes:

 

„Als wir im Frühjahr 1946 mit knapp 50 kg Gepäck pro Person in Güterwaggons verladen unsere Heimat verlassen mussten, waren die älteren Menschen überzeugt, dass weder Gott noch das Gewissen der Weltöffentlichkeit es zulassen werden, dass die Vertreibung endgültig ist. Mit anderen Worten: Alle waren der festen Überzeugung, dass die Vertreibung nur vorübergehend sei, und man bald wieder in die Heimat zurückkehren werde.

Von den Beneš-Dekreten und den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz wusste kaum jemand etwas.

Doch die bitteren Jahre in der neuen und fremden Umgebung gingen dahin. Die damals älteren Landsleute, die mit der Heimat auch ihre Existenz verloren hatten, sind schon lange gestorben. Ihre Sehnsucht nach Rückkehr in die Heimat und die Hoffnung auf Heimkehr ihrer vermissten und gefangen gehaltenen Männer und Söhne haben sie mit ins Grab genommen.

 

Den jüngeren Menschen gelang es eher, Wurzeln zu schlagen. Viele tüchtige und strebsame Kinder und Enkel konnten studieren, wurden Ärzte, Lehrer, Priester, Beamte, Offiziere, Unternehmer, Ingenieure, Wissenschaftler, Wirtschaftsprüfer, angesehene Juristen und Politiker. Andere wurden selbständige Handwerksmeister.

Durch Fleiß, Genügsamkeit, Sparsinn und Zähigkeit brachten sie es zu einem bescheidenen Wohlstand.


Die Weltöffentlichkeit hat von der Vertreibung der über 15 Millionen Deutschen, davon allein 3 Millionen Sudetendeutschen, kaum Kenntnis genommen. Außerhalb Deutschlands hörte man nur gelegentlich ein halbherziges Bedauern, manchmal ein hilfloses Achselzucken, im Allgemeinen den Hinweis auf den von Deutschland begonnenen und verlorenen Zweiten Weltkrieg.

Die friedliche Integration der deutschen Heimatvertriebenen stellt eine unglaubliche und einmalige Leistung dar, auch für den Frieden in Europa.

Mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen in Europa wurde im Buch der Geschichte eine neue Seite aufgeschlagen. Deutsche und Tschechen können sich nun zwanglos begegnen und in christlich-abendländischer Tugend nach Versöhnung und Verständigung suchen und ringen. Dauerhafte friedliche und gut nachbarschaftliche Beziehungen können allerdings nur auf der Basis geschichtlicher Wahrheit gedeihen. Die Heimatvertriebenen sind besonders dazu berufen, Brücken zwischen beiden Völkern zu bauen.

Ein vereintes Europa muss einen festen Platz auch in den Herzen der Menschen in den früheren Diktaturen finden.

Viele Landsleute besuchten in den vergangenen Jahrzehnten ihre Heimat und spendeten Geld für die Restaurierung von Kirchen und zur Anschaffung von Glocken. Die Welt ist kleiner geworden!

Möge uns, unseren Kindern und Enkelkindern eine lange Zeit in Frieden und Freiheit beschieden sein.“

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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