• Lieder
  • Gedichte
  • Patenschaft
  • Forschungsstelle

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Lieder

 

  • Schönhengster Gaulied

Zwischen March und Adler breitet
sich ein reichbegnadet Land,
das den Wandrer, der`s durchschreitet,
wie ein süßer Zauber bannt.
Segen ruht in jedem Tale,
fröhlich grünt`s auf Berg und Au.
Sei gegrüßt vieltausend Male,
trauter deutscher Schönhengstgau,
sei gegrüßt vieltausend Male,
trauter deutscher Schönhengstgau! 

Unsere holde Muttersprache,
unsrer Ahnen biedre Art,
werden unter jedem Dache
wie ein köstlich Gut gewahrt.
Mannesmut und Frauenwürde
trägt das Volk dort stolz zur schau.
Bleib des Erdengartens Zierde,
trauter deutscher Schönhengstgau,
bleib des Erdengartens Zierde,
trauter deutscher Schönhengstgau! 

Und die Mädchen wie die Knaben,
unsrer Zukunft Trost und Hort,
sollen tief ins Herz sich graben
ihrer Väter Losungswort.
Strahlt das Glück in goldnem Schimmer,
kommen Tage trüb und grau.
Treu verbunden, dein für immer,
trauter deutscher Schönhengstgau,
treu verbunden, dein für immer,
trauter deutscher Schönhengstgau!

Die Melodie (einschließlich der Klavier-Begleitstimme) kann von der Homepage www.neudert-johann.de/PDFheimatlied.pdf  heruntergeladen werden.

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Das „Schönhengster Gaulied“ stammt aus dem Jahr 1922 („Schönhengster Jahrbuch“, 1997, Seite 23 und 1998, Seiten 24 bis 27). 
Den Text verfasste der Priester Dr. h.c. Ottokar Kernstock (* 25. Juli 1848 in Marburg an der Drau, das bis 1918 zur Süd-Steiermark gehörte, jetzt Maribor / Slowenien, + 5. November 1928 in der Festenburg / Oststeiermark).
Die Melodie komponierte Rudolf Kunerth (* 28. Oktober 1883, + 5. Dezember 1945 in Grottau/Nordböhmen beim ersten Vertreibungstransport von 600 Landsleuten aus Zwittau).
Der Beitrag „Vor 50 Jahren verstarb Rudolf Kunerth, der Komponist unseres Gauliedes“ wurde in der „Schönhengster Heimat“, Juni 1996, Seite 4, veröffentlicht. 
 
Kunerth war an der Bürgerschule Zwittau Musiklehrer. Er hinterließ über 60 Werke. Er und seine Ehefrau hatten eine hochmusikalische Begabung. Vergleiche auch „Heimatbuch Zwittau“ unter „Bedeutende Zwittauer“ und den Beitrag „Erinnerung an Rudolf Kunerth“, in „Schönhengster Heimat“, Dezember 1994, Seite 4.
Dr. h.c. Ottokar Kernstock war Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Marburg an der Drau und der Stadt Wien. Nach ihm waren in Österreich Straßen benannt.
„Die Sozialistische Jugend Niederösterreichs“ hat jahrelang die Umbenennung der Straßen und die Entfernung der Straßenschilder betrieben („Schönhengster Heimat“, November 1997, Seite 4).
Der Lebenslauf von Dr. h.c. Ottokar Kernstock ist im „Schönhengster Jahrbuch“ 1997, Seite 23, veröffentlicht.

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  • Böhmerwald-Lied

Tief drin im Böhmerwald, da liegt mein Heimatort,

es ist gar lang schon her, dass ich von dort bin fort,

doch die Erinnerung, die bleibt mir stets gewiß,

dass ich den Böhmerwald gar nie vergiß.

Es war im Böhmerwald, wo meine Wiege stand,

im schönen, grünen Böhmerwald.

 

O holde Kinderzeit, noch einmal kehr’ zurück,

wo spielend ich genoß das allerhöchste Glück,

wo ich am Vaterhaus auf grüner Wiese stand

und weithin schaute auf mein Vaterland.

         Es war im Böhmerwald ....

 

Nur einmal noch, o Herr, laß mich die Heimat seh’n,

den schönen Böhmerwald, die Täler und die Höh’n:

dann kehr ich gern zurück und rufe freudig aus:

behüt dich, Böhmerwald, ich bleib zu Haus.
       
Es war im Böhmerwald ...

http://people.freenet.de/kgruenbeck/berg/boehmerwald.htm   (Text und Melodie)

 

Der Text und die ursprüngliche Melodie dieses Böhmerwald-Liedes stammen von Andreas Hartauer

(* 28. November 1839 auf der so genannten Stachauer Glashütte im Böhmerwald, Bezirk Bergreichenstein, + 18. Januar 1915 in
St. Pölten / Nieder-Österreich).

Seine Kindheit verbrachte er im Ortsteil Goldbrunn der Gemeinde Innergefild. 

Die Eltern Andreas und Elisabeth Hartauer, geborene Gottermeier, hatten acht Kinder aufzuziehen.

Andreas Hartauer junior war Glasbläser und Glasmaler. Während seiner Wanderschaft in Deutschland dichtete und vertonte er das Lied. Wehmut, Heimweh und Sehnsucht nach den Bergen und Wäldern seiner Heimat hatten ihn dazu bewegt. Mit diesem Lied hat Andreas Hartauer wohl am Besten die Seele der Bewohner des Böhmerwaldes getroffen.
 

Im Jahr 1937 errichtete man ihm zu Ehren bei Eleonorenhain / Böhmerwald (jetzt Lenora) ein Denkmal, auf dem die Worte stehen:

 

„Dem Andenken des Glasmachers Andreas Hartauer, der der Welt

das Lied ‘Tief drin im Böhmerwald’ geschenkt hat.“

 

 

 

Dieses Denkmal ist nicht zerstört worden und besteht noch heute.

Seine heimatvertriebenen Landsleute vom Deutschen Böhmerwaldbund setzten 1982 ihm zu Ehren bei Mauth / Bayerischer Wald
(etwa 10 km nördlich der Stadt Freyung) einen weiteren Gedenkstein mit dem Text der ersten Strophe seines Böhmerwald-Liedes.

Wahrscheinlich ist es das einzige Hartauer-Denkmal in Deutschland.

Im niederösterreichischen St. Pölten erinnert am Sterbehaus eine Gedenktafel an den Komponisten.

Verheiratet war er seit dem 27. November 1865 mit der Häuslerstochter Anna Oppitz. Sie ist ihm im Tode vorausgegangen.
Die Ehe war kinderlos.

 

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  • Blaue Berge, grüne Täler

1.    Blaue Berge, grüne Täler, mitten drin ein Häuschen klein.

Herrlich ist dies Stückchen Erde, und ich bin ja dort daheim.

Als ich einst ins Land gezogen, ha'n die Berg' mir nachgeseh'n

Mit der Kindheit, mit der Jugend, wußt selbst nicht, wie mir gescheh'n.

|: O mein liebes Riesengebirge, wo die Elbe so heimlich rinnt,

wo der Rübezahl mit seinen Zwergen heut' noch Sagen und Märchen spinnt.

Riesengebirge, deutsches Gebirge, meine liebe Heimat du! :|

 

2.   Ist mir gut und schlecht gegangen, hab' gesungen und gelacht,

doch in manchen bangen Stunden hat mein Herz ganz still gepocht.

Und mich zogs nach Jahr und Stunde wieder heim ins Elternhaus,

hielt's nicht mehr vor lauter Sehnsucht bei den fremden Leuten aus.

Refrain: O mein liebes Riesengebirge .....

 

3.  Heil'ge Heimat! Vater! Mutter! Und ich lieg' an ihrer Brust

Wie dereinst in Kindheit Tagen, da vom Leid ich nichts gewußt;

Wieder läuten hell die Glocken, wieder streichelt ihre Hand

Und die Uhr im alten Stübchen tickt wie Grüßen von der Wand:

(zart) O mein liebes Riesengebirge ....

 

4.  Und kommt's einstens zum Begraben, mögt ihr euren Willen tun.

Nur das eine, ja das eine: Laßt mich in der Heimat ruhn!

Wird der Herrgott mich dann fragen oben nach dem Heimatschein,

zieh ich deutsch und stolz und freudig (cresc.) flugs ins Himmelreich hinein.

            Bin aus dem lieben Riesengebirge ....

 

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  • Kehr ich einst in meine Heimat wieder ...

Kehr ich einst zur Heimat wieder,
Früh am Morgen, wenn die Sonn' aufgeht.
Schau ich dann ins Tal hernieder,
Wo vor einer Tür ein Mädchen steht.

Refrain:
Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Schlesierland, mein Heimatland,
So von Natur, Natur in alter Weise,
Wir sehn uns wieder, mein Schlesierland,
Wir sehn uns wieder am Oderstrand.

In dem Schatten einer Eiche,
Ja, da gab ich ihr den Abschiedskuß.

Schatz, ich kann nicht bei dir bleiben,
Weil, ja weil ich von dir scheiden muß.
Da seufzt sie still, . . . . .

Liebes Mädchen, laß das Weinen,

Liebes Mädchen, laß das Weinen sein.

Wenn die Rosen wieder blühen,

Ja dann kehr ich wieder bei dir ein.

Da seufzt sie still, . . . . .


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  • Über die Berge schallt 

Über die Berge schallt / lieblich durch Flur und Wald, / Glöcklein, dein Gruß!
 / Bringe der Mutter mein / über der Sterne Schein / auch meinen Gruß!

Ja, sie ist gnadenvoll; / Himmel und Erden soll / danken dem Herrn.
 / Will auch ihr Glöcklein sein, / ihr mich zum Dienste weihn / nahe und fern. 

  Wie du gesegnet bist, / ganz unaussprechlich ist, / Mutter, dein Kind
   / Selig dein heilger Leib, / selger, denn je ein Weib, / du ohne Sünd

Gott, der Allmächtige, / ewig Dreieinige, / er ist mit dir  / Himmlische Königin,
/ sei unsere Mittlerin, / sei auch mit mir!

 

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Gedichte

 

Reise in die Heimat

 

Denkt euch, ich habe die Heimat gesehen

die Felder, die Wälder, die Täler, die Höh ‘n.

     Ich ging durch die Gassen, ich lauschte dem Bach,

    die Zeit stand ganz still, mein Herz war ganz wach.

Ich trank mit den Augen, mit all meinem Sein

die Bilder der Heimat tief in mich hinein.

 

So vertraut war mir alles: war da und kein Traum,

meine Seele umfing jedes Haus, jeden Baum.

Die Berge, die Straßen, die Dörfer im Land

ich habe sie ja alle so gut noch gekannt.

  Die Kirche, die Gräber, den Kreuzberg, die Stadt.

Ich grüßte sie stumm und sah mich nicht satt.

  Auch was fremd war, erfaßt‘ ich, doch zählte es nicht,

für mich behielt alles das alte Gesicht.

Die Heimat - im Sommerglanz war sie so schön

o welches Glück, sie noch einmal zu sehn.

 

 


 

 

 

Patenschaft der Stadt Wetzlar für das Ostdeutsche Lied

 

Um das Liedgut der einst deutschen Siedlungsgebiete im Osten zu erhalten, zu pflegen und neu zu beleben, hat die Stadt Wetzlar auf Anregung des heimatvertriebenen Musikpädagogen und Volkskundlers Edgar Hobinka im Jahr 1962 eine Patenschaft für das Ostdeutsche Lied übernommen. Diese Patenschaft hat folgende Ziele:
 
·       Verbreitung der Lieder aus den ehemaligen ostdeutschen Sprachgebieten und Unterrichtung über ihre Herkunft, ihren     Ursprung und ihr Schicksal durch Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit,
·   Unterstützung von Chören, Instrumentalgruppen und Solisten, die sich dem Ostdeutschen Lied generell oder zu einem besonderen Anlass widmen, durch Überlassung von Notenmaterial,
·   Bereitstellung der archivierten Materialien für publizistische und wissenschaftliche Zwecke, auch für Examensarbeiten,
·   Hilfe bei der Suche nach Liedern, von denen nur noch Textanfänge bekannt sind,
·   Unterstützung bei der Suche nach mehrstimmigen Sätzen, Klavier- oder anderen Instrumentalbegleitungen zu bestimmten Liedern, soweit sie im Archiv vorliegen.
 
Das Archiv verfügt über ca. 1.600 Liederbücher und Liederblätter. Die Liedsuchdatei, die nach Liedanfängen aufgebaut ist, umfasst ca. 63.000 Liedtiteleinträge (ein Teil der Lieder ist mit unterschiedlicher Bearbeitung mehrfach  eingetragen). Anhand dieser Datei können Anfragen nach Liedtiteln, Liedtexten, Komponisten, Textdichtern, Herkunft der Lieder usw. schnell beantwortet werden. Die Dienstleistungen des Archivs sind unentgeltlich und stehen jedem Interessenten zur Verfügung. Von der Patenschaftsstelle wurden Liederbücher und Tonträger (CDs) mit ostdeutschem Liedgut herausgegeben.
 
Betreuer der Liedpatenschaft ist Gerhard König.
 
Die Kontaktadresse lautet:
Patenschaft für das Ostdeutsche Lied
Hauser Gasse 17
35573 Wetzlar
Tel.: 0 64 41 / 99-10 31
Fax: 0 64 41 / 99-10 34
E-Mail: ostdeutscheslied@wetzlar.de
 
 

  

Forschungsstelle für fränkische Volksmusik

 

Die Forschungsstelle für fränkische Volksmusik erforscht frühere und heutige Erscheinungsformen der Volksmusik. Sie sammelt, ordnet, interpretiert und archiviert Lieder, Instrumentalnoten, Tonträger und Musikinstrumente und unterhält eines der größten Archive für historische Gebrauchsmusik in Bayern. Die Ergebnisse der Forschungen werden in einer eigenen Veröffentlichungsreihe oder in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen in Bayern publiziert.

Die Forschungsstelle ist eine gemeinsame Einrichtung der Bezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken.

 

Anschrift:

Forschungsstelle für fränkische Volksmusik

der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken

Schloßstr. 3

97215 Uffenheim

Tel.: 09842 - 93 694 90

Fax: 09842 - 93 694 99

Email: ffvolksmusik@t-online.de

Internet: www.volksmusik-forschung.de

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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